Historische Seifensiederei mit Holzasche-Lauge und pflanzlichen Ölen. Handwerk, das Jahrhunderte überdauert hat, weitergegeben in unserer Dresdner Werkstatt.
Die Kunst der Seifensiederei mit Holzasche-Lauge reicht weit zurück. Haushalte brauten ihre eigene Lauge aus Buchenholzasche und Regenwasser, verseiften Talg und Pflanzenöle zu haltbarer, wirksamer Seife.
In unserer Werkstatt in Dresden rekonstruieren wir diese Prozesse nach historischen deutschen Quellen. Keine industriellen Abkürzungen. Kein synthetisches Natriumhydroxid als Ersatz für das ursprüngliche Verfahren. Stattdessen: Geduld, Beobachtung und das Verständnis für chemische Grundprozesse, die unsere Vorfahren durch Erfahrung entwickelten.
Aus Buchenholzasche gewonnene Pottasche-Lösung nach traditionellem Verfahren
Lein-, Hanf-, Oliven- und Rapsöl als Basis historischer Rezepturen
Anlehnung an überlieferte Rezepte aus deutschen Haushalts- und Handwerksbüchern
Schonende Methode, die Glycerin und Pflanzeninhaltsstoffe im Produkt belässt
"Das Wissen um die Lauge ist das Fundament jeder echten Seife."
Unsere Kurse vermitteln praktisches Handwerkswissen. Jede Einheit ist eigenständig und zugleich Teil eines zusammenhängenden Lehrgangs.
Das Auslangsprodukt jeder traditionellen Seife: Wie aus Holzasche durch Wässerung und Filtration eine wirksame Kaliumcarbonat-Lösung entsteht. Dichtemessung, Konzentrationskontrolle und Sicherheitsaspekte.
Die handwerklich anspruchsvollste Methode: Öle und Lauge werden bei niedrigen Temperaturen zu Seife verbunden. Trace-Erkennung, Gießen und der Reifeprozess über Wochen werden detailliert behandelt.
Historische Rezepte nutzten heimische Kräuter als Beigaben. Lavendel, Kamille, Ringelblume und Schafgarbe werden in ihrer Wirkung auf den Seifenteig und das fertige Produkt untersucht.
Ätherische Öle verleihen der Seife Duft und wurden historisch auch wegen ihrer Eigenschaften geschätzt. Dosierung, Mischverhalten und die Stabilität verschiedener ätherischer Öle im Seifenprozess.
Schreiben Sie uns Ihren gewünschten Kursschwerpunkt. Wir planen Einheiten für Einzelpersonen und kleine Gruppen bis zu acht Teilnehmern.
Jetzt Kontakt aufnehmenLesen Sie mehr über unsere Methoden, Materialien und den Ablauf eines typischen Kurstages, bevor Sie sich entscheiden.
Methoden entdeckenBuchenholzasche wird in einem speziellen Laugenfass mit weichem Wasser übergossen. Über Stunden zieht das Wasser die löslichen Kaliumsalze aus der Asche. Die ablaufende Flüssigkeit ist die Rohlauge, die durch den traditionellen Ei-Test auf ihre Konzentration geprüft wird.
Dieser Schritt erfordert Geduld und Beobachtungsgabe. Eine zu schwache Lauge verseift nicht vollständig; eine zu starke kann den Seifenteig schädigen.
Historische Rezepte aus deutschen Haushaltsquellen nutzten, was verfügbar war: Leinöl aus heimischem Anbau, Hanföl, Rüböl und importiertes Olivenöl für besondere Qualitäten. Jedes Öl bringt andere Fettsäuremuster mit, die die Seifeneigenschaften bestimmen.
In der Werkstatt lernen Teilnehmende, wie Ölmischungen die Härte, den Schaum und die Pflegeeigenschaften der fertigen Seife beeinflussen. Wir rechnen gemeinsam Laugenmengen für verschiedene Ölkombinationen aus.
Öle und Lauge werden bei kontrollierten Temperaturen zusammengeführt und gerührt, bis der Seifenteig den sogenannten Trace erreicht, jenen Moment, in dem er dickflüssig wird und Spuren auf der Oberfläche hinterlässt. Dann erst werden Kräuter und ätherische Öle eingearbeitet.
Nach dem Gießen in Formen folgt die Ruhezeit. Vier bis sechs Wochen Reife lassen die Verseifung vollständig abschließen und den pH-Wert sinken.
Das letzte Kapitel jedes Kurses widmet sich der Veredelung. Ätherische Öle aus Lavendel, Rosmarin, Pfefferminze oder Zitrusfrüchten werden in historisch belegten Dosierungen eingearbeitet. Kräuteraufgüsse ersetzen das Wasser in der Lauge und bringen zusätzliche Inhaltsstoffe.
Natürliche Farbstoffe wie Kurkuma, Spirulina, Aktivkohle oder Kakaopulver ermöglichen optische Gestaltung ohne synthetische Zusätze.
Die Herstellung einer wirksamen Holzasche-Lauge setzt grundlegendes Verständnis der ablaufenden chemischen Prozesse voraus. Kaliumcarbonat löst sich aus der Asche, reagiert mit Wasser und bildet eine alkalische Lösung, die Fette aufspalten kann.
Teilnehmende lernen, wie pH-Wert und Konzentration gemessen werden, was der historische Ei-Test tatsächlich misst, und warum verschiedene Holzarten unterschiedliche Laugenqualitäten liefern. Buchenholzasche gilt historisch als besonders geeignet.
Die Verseifungsreaktion zwischen Fetten und Lauge ist ein faszinierender chemischer Prozess, der bei der Kaltverseifung sichtbar und spürbar wird. Aus flüssigen Ölen und Lauge entsteht durch Rühren ein fester Seifenkörper.
Im Kurs wird der gesamte Ablauf von der Temperaturmessung bis zum Trace praktisch durchgeführt. Teilnehmende gießen ihre eigene Seife und begleiten sie durch die Reifezeit.
Historische Seifenrezepte aus dem deutschsprachigen Raum nutzten heimische Heilkräuter als Zusätze. Diese wurden als Aufgüsse in die Lauge gegeben, getrocknet eingearbeitet oder als Mazerate mit den Ölen verbunden.
Der Kurs behandelt die bekanntesten Kräuter der historischen Seifensiederei und erklärt, wie ihre Inhaltsstoffe den Seifenherstellungsprozess beeinflussen und welche Eigenschaften sie dem fertigen Produkt verleihen können.
Ätherische Öle sind flüchtige Verbindungen, die im Seifenteig unterschiedlich verhalten. Einige beschleunigen den Trace, andere verlangsamen ihn. Manche Düfte überstehen den alkalischen Seifenprozess gut, andere verblassen während der Reife.
Teilnehmende lernen, welche ätherischen Öle sich für die Seifensiederei eignen, wie Dosierungen berechnet werden und wie historische Duftrezepturen aussahen. Praktische Mischübungen gehören dazu.
Unsere Werkstatt in Dresden-Trachau ist ein praktischer Arbeitsraum, eingerichtet für das Handwerk der Seifensiederei. Keine Showküche, kein Seminarraum mit Beamer.
Laugenfässer, Rührgeschirr, Waagen und Formen stehen bereit. Rohstoffe werden nach Qualität ausgewählt und vorgehalten. Teilnehmende arbeiten an echten Chargen mit echten Materialien.
Kurse finden in kleinen Gruppen statt. Das ermöglicht individuelle Begleitung und genug Raum, um Fragen zu stellen, Fehler zu machen und daraus zu lernen.
Bis zu 8 Teilnehmende pro Kurs
Halbtages- und Tageskurse verfügbar
Kurse dienen dem Handwerklernen, nicht der zertifizierten kosmetischen Produktion